Besprechung Benefizkonzert für Ruanda

DIE RHEINPFALZ, 21.10.2014

Konzertbesprechung zum Konzert in Lisdorf

Saarbrücker Zeitung vom 27.01.2010

Konzertbericht zum Konzert in der Ludwigskirche Saarbrücken

Saarbrücker Zeitung vom 3. Juni 2009

Madrigalchor Klaus Fischbach glänzte nicht nur wegen der Sonne

Saarbrücken. Die Ludwigskirche erstrahlte nicht nur im einfallenden Licht; im Widerschein der Maisonne schimmerte auch der Glanz eines gelungenen Konzertes, das Werke für Orgel, Chor sowie Trompeten und Posaunen zu Gehör brachte. Der Klaus Fischbach Madrigalchor, der seit seiner Gründung 1962 in der Saarbrücker Musikszene eine gewichtige Rolle spielt, wurde an der Orgel von Josef Still, Domorganist an der Hohen Domkirche in Trier, begleitet. Die instrumentale Farbe ergänzten je drei Trompeten und Posaunen, die von Mitgliedern des Saarländischen Staatstheaters geblasen wurden.

Nicht weniger als 18 Werke verschiedener Meister und verschiedener Epochen, darunter von Britten, Ives, Franck und Chilcott, trugen die Ausführenden vor. Auch wenn der Madrigalchor durch seine über 600 Einstudierungen allein für den SR als ausgewiesen gelten darf, wird man dem Ensemble gerne attestieren, dass es sich auch bei seinem Pfingstkonzert erneut bewies. Dabei hatte Fischbach keine leichten Stücke aufs Programm gesetzt. Ob Artikulation oder Dynamik, ob homophon oder polyphon, ob Renaissance und streng harmonisch oder modern und tonal freier: Stets traf das Ensemble den richtigen Ton. Ungetrübte Reinheit ließ die Stimmen selbst bei ausgedehnten, vielstimmigen Passagen immer zusammenklingen.Ferner erzielte Fischbach auch unter Einbeziehung von Orgel sowie Bläsern klangliche Ausgewogenheit. Ebenfalls überzeugten die reinen Instrumentalstücke wie John Stanleys dreisätziges „Tune“. Auch ein Chorwerk des bereits verstorbenen Sohnes Fischbachs und früheren Basilikakantors kam zur Aufführung. Am Ende des Konzertes verließ der Chor die Empore und bedankte sich vor dem Altar mit einer A-cappella-Zugabe.

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Konzertbericht zur Veranstaltung in St. Ludwig, Saarlouis

Saarbrücker Zeitung vom 11.04.06:

Keine leichte Kost

Passionskonzert mit dem Madrigalchor Klaus Fischbach in St. Ludwig

Mit „Geistlicher Musik zur vorösterlichen Zeit“ läuteten der Madrigalchor Klaus Fischbach und Organist Armin Lamar die Karwoche in der Saarlouiser Pfarrkirche St. Ludwig ein. Dem Chor gehören Sänger aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz an.

VON SZ-MITARBEITERIN JUTTA STAMM

Saarlouis. Wer diesen Kammerchor einmal gehört hat, weiß, dass es sich stets lohnt, eines seiner Konzerte zu besuchen. Am Abend vor Palmsonntag sang der 22-köpfige Madrigalchor Klaus Fischbach in der Saarlouiser Pfarrkirche St. Ludwig. „Geistliche Chormusik zur Passionszeit“ stand auf dem Programm. Gesungen wurden vier- bis achtstimmige Kompositionen aus mehreren Epochen, darunter Vertonungen zu Texten von Dietrich Bonhoeffer sowie Werke von Orlando di Lasso und Ludovico da Vittoria, Vertreter der altklassischen Polyphonie. Mit der Gegenüberstellung eines gregorianischen Chorals und der modernen Version als siebenstimmige Motette von Josef Venantius von Wöss (1863-1943), dem „Confitebor tibi, Domine“, gelang dem A-cappella-Chor ein Brückenschlag von der Alten zur Neueren Kirchenmusik.

Was längst nicht für jeden Chor selbstverständlich ist, Professor Fischbach, ehemals Domkapellmeister in Trier, Chorkomponist und Klangästhet, erreicht dank seines umfassenden Wissens um die Aufführungspraxis aller Musikzeitalter sowie der hervorragend geschulten Stimmen und dem hohen Maß an Musikalität, dass die Konzentration jedes Choristen auf seinen Part bis Ende eines Konzerts erhalten bleibt: Die Einsätze sind präzise, die Schlussakkorde rund. Die Intonation erlebt keine Einbußen. Der schlanke Sopran strahlt noch in hohen Lagen und im Pianissimo, wobei einzelne Stimmen besonders hervortreten. Ebenso geschliffen und vielfältig einsetzbar sind Bass und Tenor.

Uraufführung im Mai

Einziger Wermutstropfen: Der Chor stand zu weit hinten, vor dem Hochaltar, wodurch nicht nur die Klangfülle litt, sondern gleichermaßen der Kontakt zum Publikum.

Auch Mozart wurde im Jahr seines 250. Geburtstags gehuldigt. Nicht allein vom Chor, der drei sehr schöne Motetten vortrug, sondern ebenso von Kirchenmusiker Armin Lamar, der an der wohl klingenden Orgel von St. Ludwig seinen Beitrag zu dem gelungenen Konzert leistete. Lamar, auch Organist in der Klingenden Kirche in Lisdorf, verfügt über eine stilsichere und versierte Technik im Manual wie im Pedal. Mit geschickten Registrierungen interpretierte er Kompositionen von Brahms, Mendelssohn-Bartholdy und Mozart gleichermaßen einfühlsam und doch, den Charakteren der Stücke entsprechend, unterschiedlich.

Höhepunkt des Passionskonzerts war ohne Zweifel die Aufführung des I., IV. und V. Satzes aus „Brot vom Himmel“, einer vierstimmigen Motette in fünf Abschnitten nach Johannes 6,25 von Pater Raimund Baecker, Saarlouis, den wir Tage zuvor in unserer Zeitung porträtiert hatten. Die sehr dichte Komposition war auf Grund ihrer originellen Tonsprache als Ergebnis eigenständiger melodischer Linien der einzelnen Stimmen, die dazu antimelodische und antiharmonische Passagen sowie kontrapunktische Melismen beinhaltet, auch für diese Sängerschar keine leichte Kost. Doch das Ergebnis begeisterte die Zuhörerschaft.

Egal, welchen Alters, es kamen nur positive Reaktionen, und der Komponist, der mit großen Erwartungen gekommen war, wurde mit Glückwünschen überhäuft. Deshalb darf man gespannt sein auf die Uraufführung des gesamten Werks, das der Madrigalchor Klaus Fischbach zum Katholikentag am 26. Mai, 16 Uhr, in der St. Michaelkirche in Saarbrücken aufführen wird.

"KONZERT FÜR ALLE" in der Kongresshalle Saarbrücken

Chormusik zum Monat Musik 2004
Spitzenleistungen saarländischer Chöre

Eine Besprechung von Werner Scheider (Auszug)

Liegt es an dem Ansporn durch die Chorwettbewerbe, oder sind es die Impulse, die von der Öffnung der Chormusik hin zu Swing und Jazz ausgehen und für Aufschwung sorgen? Unbestreitbar ist jedenfalls eine deutliche Anhebung des Qualitätsniveaus chorischer Präsentation, wie man beim "Großen Chorkonzert mit Spitzenchören des Saar-Sängerbundes" in der Kongresshalle Saarbrücken Gelegenheit hatte festzustellen.

Sicher ist aber auch, dass solches nur aufblühen kann in einer Atmosphäre von Wohlwollen und Toleranz, Liebenswürdigkeit und Güte und - natürlich - Liebe zur Musik. Diese Voraussetzungen schafft Klaus Fischbach, der Initiator des Konzerts; er sorgt mit durchdachter Programmplanung, unaufdringlicher, wohldosierter und humorvoller Moderation, immer geleitet von seinem immensen Fachwissen, für eine entspannte, gelockerte Atmosphäre. Man spürt: Es geht ihm nicht in erster Linie um das Amt, sondern um Musik, der seine ganze Liebe gehört.

Vier erstklassige Chöre, wettbewerbserfahren, mehrfach ausgezeichnet, mit hervorragender Stimmschulung und hochrangigem Chormusikrepertoire, bestritten das Programm:
Der "Junge Chor St. Peter Theley" unter Leitung von Thomas Martin,
der "Jazzchor 92 Hertz Eiweiler", geleitet von Horst Müller,
das "Kammerensemble Püttlingen", Leitung Claus Bär,
und der "Madrigalchor Klaus Fischbach" unter der Leitung des Bundeschorleiters selbst.

Zwischen die Chormusikblöcke hatte Klaus Fischbach das vorzüglich musizierende Blechbläserensemble von Clemens Scheidt mit festlich-beschwingt klingenden Bläsermusiken von Hassler, Franck und Gastoldi sowie eine Spiritual-Bearbeitung von Hermann Regner "I’m go to lay down" platziert. Außerdem begleitete die Bläsergruppe Chöre und Publikum beim gemeinsam gesungenen "Saarlandlied". Mit diesem leitete Fischbach das Konzert ein, nachdem SSB-Präsident Hermann Wagner herzliche Worte der Begrüßung für das erfreulich zahlreich erschienene Publikum sowie allerlei Prominenz aus Regierung und Nachbarsängerbünden gefunden hatte.

...

Wie schon so oft, bildete die überragende Chorkunst von Fischbachs Madrigalchor einen denkwürdigen Höhepunkt dieses Konzerts. Der Ehrgeiz der hervorragend geführten, hochmusikalischen jungen Leute des gemischten Chores richtet sich nicht auf sängerisches Spezialistentum, sondern auf adäquat interpretierte Stilvielfalt; sie sind einfach "in allen Sätteln gerecht". Schnell wechselte der Chor von Heinrich Schützens "Carmen amicitiae", klangstark in einer Bearbeitung von Klaus Fischbach mit der Blechbläsergruppe dargeboten, zu Wilhelm Killmayers witzig-fröhlichem, singtechnisch aber hakligem "Sonntagsausflug". Wieder kehrte der Chor zu traditioneller Tonsprache zurück mit einer Bearbeitung von Klaus Fischbach über ein elsässisches Volkslied, dann aber zeigten die Sänger bei Edward Elgars herber, dissonanzenreicher  Tonsprache in "Go, song of mine", zu welch dramatischer, ausdrucksstarker Klangsteigerung sie fähig sind. Meisterhaft anschließend das mühelose "Umschalten"  der Chorsänger auf mitreißenden, stilechten Jazz  mit einer spritzigen Chorversion von Duke Ellingtons "It don’t mean a thing". In überbordend swingender Musizierlaune präsentierten Chor und Bläserensemble gemeinsam schließlich eine Spiritualbearbeitung von "Joshua fit de battle ob Jerico".

Klaus Fischbach beschloss das künstlerisch hoch stehende, musikalisch beglückende Konzert mit dem Arrangement zu "Music is my life" von Eugene Butler, zu dem er eine Klavier- und Bläserbegleitung geschrieben hat. An der ansteckenden, unbeschwerten Fröhlichkeit des Refrains ließ er das gesamte Saalpublikum teilnehmen, das auch sofort mitsang: "Music is my life, I want to sing it, to ring it, to share it, worthwile". Gewiss ist sein Lebensmotto: "Musik ist mein Leiben, lasst sie singen, klingen und alle an ihr teilhaben, sie ist aller Mühe wert". Wahrhaftig.

Werner Scheider (27.06.2004)

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